LIGA-Forderungen

Eine Kampagne für mehr Bildung, denn Bildung ist Kapital

Die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege hat im April 2008 das Positionspapier „Neue Herausforderungen in Kindertageseinrichtungen – Standortbestimmungen der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Land Brandenburg“ veröffentlicht.

Die LIGA ist ein Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Brandenburg – Arbeiterwohlfahrt, Caritasverbände, der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. In der LIGA haben sie sich auf Landesebene und in den Landkreisen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden.

Die LIGA-Forderungen im Überblick

Die Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation, d.h. je 1 Fachkraft:

  • für 4 Kinder von Null bis 3 Jahren
  • für 8 Kinder von 3- 6 Jahren
  • für 18 Kinder von 6- 12 Jahren (Grundlage ist die Mindestbetreuungszeit)

Die Anerkennung der tatsächlich zur Verfügung stehenden Arbeitszeit im Betreuungsschlüssel

  • Arbeit mit den Kindern (ca. 60%)
  • Mittelbare pädagogische Arbeit (ca. 20%)
  • Ausfallzeiten (ca. 20%)

Ein System von Praxisberatung, das den aktuellen Entwicklungen
Rechnung trägt:

  • 1 PraxisberaterIn für 1000 Kinder
  • 84 % Personalkostenförderung durch das Land auch für Praxisberatung

Die bedarfsgerechte Freistellung für Leitungsaufgaben:

  • ab mindestens 130 Plätze muss 1 LeiterIn für freigestellt werden

Im Land Brandenburg haben wir zwar, flächendeckend und quantitativ betrachtet, eine vergleichsweise gute Versorgung mit Kindertagesbetreuungsmöglichkeiten, aber es mangelt noch an adäquaten Rahmenbedingungen zur Umsetzung eines qualitativ guten, an den Bedürfnissen des Kindes orientierten Bildungs- und Erziehungsangebots an allen Orten in Brandenburg.

Das Positionspapier kommt nach einer Ist-Anlayse zu den dargestellten Forderungen. Die Erzieherinnen und Erzieher leisten hervorragende Arbeit, stoßen allerdings aufgrund unzureichender Rahmenbedingungen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. Sie können das Bildungsangebot oftmals nicht so gestalten, wie es ihrem eigenen Selbstverständnis, aber auch den Anforderungen von Eltern und Gesellschaft entspricht.